Berühmte Kloster – Orte der Stille

Die wichtigsten Klöster
Kloster gibt es schon seit dem frühen Mittelalter und es gibt berühmte Kloster, deren Geschichte teilweise sogar noch weiter zurück reicht. Das Wort Kloster stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „verschlossener Ort“. Hier sollen die Bewohner abgeschieden von der Welt einem höheren Zweck dienen und nahe bei Gott sein. Anders als viele vielleicht vermuten, beginnt die Geschichte der christlichen Klöster nicht in Europa, sondern in Palästina und Ägypten, wo Einsiedlerkolonien als eine Art Vorläufer der Klöster entstanden.
Altes Wissen mit langer Tradition
Zu den ältesten Klostern Europas zählt das Kloster Mor Gabreiel in der Türkei. Bis heute ist es eines der bedeutendsten Kloster der Syrisch-orthodoxen Kirche und wurde im 4. Jahrhundert gegründet. Schon im 6. Jahrhundert lebten hier bis zu tausend einheimische und koptische Mönche. Heute ist das Kloster in der Erzdiözese Tur Abdin ein soziales und religiöses Zentrum und auch ein Wallfahrtsort. Da die christliche Minderheit in der Türkei immer wieder Repressalien ausgesetzt sind, hat auch Mor Gabriel mit vielen Problemen zu kämpfen. Auch Griechenland hat einige berühmte Kloster zu bieten. Zu den eindrucksvollsten zählen die Metéora-Kloster, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören und die durch ihre teilweise atemberaubende Lage faszinieren. Insgesamt gibt es 24 einzelne Klöster und Eremitagen. Von diesen sind heute nur noch sechs bewohnt. Die übrigen Kloster sind nur schwer erreichbar oder sie zu bewohnen ist gefährlich, weil Einsturzgefahr besteht. Geschichtliche Quellen belegen die erste Besiedelung im 11. Jahrhundert. Einige Kloster sind zu besichtigen, Besucher sollten die Kleiderordnung berücksichtigen. Eine Liste, die berühmte Kloster aufzählt, ist natürlich nicht komplett ohne den Heiligen Berg Athos. Diese orthodoxe Mönchsrepublik hat einen autonomen Status unter griechischer Souveränität. Auch die Mönchsrepublik Athos mit ihren insgesamt 20 Großklöstern zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO, doch der Tourismus spielt hier kaum eine Rolle.
Berühmte Klöster in Deutschland
Im gesamten deutschsprachigen Raum gibt es viele berühmte Kloster. Zu ihnen gehört beispielsweise auch das Kloster Maria Laach. Dieses mittelalterliche Kloster liegt in der Eifel und beeindruckt mit faszinierender Architektur. Noch heute wohnen zirka 60 Benediktinermönche im Kloster, dem ein landwirtschaftliches Klostergut, ein Hotel mit Restaurant sowie andere Einrichtungen angegliedert sind. Das Kloster Eberbach ist ein berühmtes Wahrzeichen des Rheingaus und ein beeindruckendes Beispiel zisterziensischer Klosterbaukunst. Und natürlich nicht zu vergessen das Kloster Andechs, das heute durch einen professionellen Klosterbetrieb den Spagat zwischen Tradition und Fortschritt meistert und sich heutzutage als regelrechtes Wirtschaftsunternehmen etabliert hat. Im landschaftlich ansprechenden bayerischen Voralpenland liegt das Kloster Benediktbeuren im Stil des italienischen Frühbarocks. Doch auch weiter nördlich gibt es berühmte Klöster wie beispielsweise die Abtei Burg Dinklage im Landkreis Vechta, die auf einer alten Wasserburg liegt. Oder die Jerusalem-Gemeinschaft zu Köln, die seit 2009 mitten in der Stadt gelegen ist. Doch berühmte Kloster gibt es nicht nur im christlichen Glauben. Auch viele buddhistische oder hinduistische Kloster in Asien und weltweit sind als Orte der Stille und der Meditation bekannt. Auch diese bieten häufig die Möglichkeit, dort als Besucher einige Zeit zu verbringen und durch die veränderte Lebensweise neue Einsichten und Erkenntnisse zu erlangen. Deshalb sind nicht nur berühmte Kloster bei Besuchern beliebt, sondern auch die weniger bekannten.
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